HEIDENAU MIT REMIS IM AUFSTEIGERDUELL

LANDESKLASSE: FSG WACKER LEUBEN - HEIDENAUER SV 1 : 1 (1:0)


Mit einer gewissen Neugier wanderten rund 200 Zuschauer (darunter etwa die Hälfte aus Heidenau) zum Duell zweier Aufsteiger, die sich beide als Tabellennachbarn in der Verfolger Gruppe des Spitzenduos festsetzten. Am Ende eines offensivstarken Matches trennte man sich Unentschieden.

Statt 1:1 hätte es allerdings eher 4:4 oder 5:5 heißen müssen. Im ersten Abschnitt gingen die Dresdner verdient in Führung, da sie einfach das aktivere Team stellten. Infolge einer taktischen Umstellung ihres Teamchefs Vit Turtenwald in der Pause ging die zweite Hälfte auch mit den besseren Chancen auf der Habenseite an die Gäste.

Als Paul Wenzel Heidenaus Torhüter Marcel Zönnchen zum tollen Reflex zwang, war dies nicht die erste Offensivaktion der Hausherren. Den seitlich abgewehrten Ball schoss Daniel Maresch in die Maschen – 1:0 (20.). Dzemal Hot entwischte durch die Mitte, wegen Abseits fand das Tor keine Anerkennung. Und immer wieder bedrohte Wenzel das Gästetor, diesmal half das Außennetz. Die Mehrheit der guten Möglichkeiten schrieb sich Wacker auf die Fahnen. Mit dem knappen Rückstand konnten die Heidenauer zur Pause gut leben. Ab der zweiten Hälfte agierte der HSV mit zwei Angreifern und auch eine Portion mutiger. Aber mit dem ersten Zungenschnalzer versetzte Lucas Neimann zunächst die Fans in Verzückung, welche es mit dem ambitionierten Stadtmeister hielten.

Seine Direktabnahme klatschte an den langen Pfosten. Der frühere Heidenauer Oberligaspieler Robert Scannewin (41) hing in der Entstehung des Ausgleiches mittendrin. Wirbelwind Tobias Matschke kickte ihm das Leder durch die Beine zu Maximilian Schilf, der Felix Thieme steil schickte. Der 19 – jährige ließ Patrick Richter zwischen den Pfosten der FSG keine Chance. Sein neuntes Saisontor bedeutete das 1:1 (55.). Patrick Langhans setzte sich gleich mehrmals durch, einmal bremste ihn die Abseitsfahne aus. Als er dann eine Eingabe Schilfs regelkonform aufnahm, fand er in Richter seinen Meister. Wenig später schickte Langhans F. Thieme steil. Der Angreifer spielte seinen Bruder Eric völlig frei, aber der Defensivspieler schob das Leder daneben. Zwischendurch tauchte mehrfach Wenzel vorm HSV – Gehäuse auf, wobei die Topszene dieser Phase von Zönnchen und Maximilian Vogt im Verbund bereinigt wurde. Aufgrund zweier unterschiedlicher Halbzeiten ging das Remis in

Ordnung.

Am Sonntag folgt gleich der nächste Auswärtstrip für den Heidenauer SV. Mit dem Aufsteiger der Vorsaison, Aufbau Deutschbaselitz haben die Elbestädter noch keinerlei Duelle bestritten. In ihrer Meistersaison deklassierten sie die Konkurrenz aus der Westlausitz mit 16 Punkten Vorsprung, der vorjährige Klassenerhalt schien zumindest problemlos erreicht. In ihrem letzten Heimspiel düpierten sie die favorisierten Leubener mit 2:0. Der HSV möchte seine Serie von vier ungeschlagenen Spielen ganz sicher ausbauen. Schiedsrichter der Partie wird Falko Matthews (Weixdorf) sein. Ihm assistieren Jakob Zirpel und Lars Mende (beide Dresden). Sie pfeifen die Partie am Sonntag um 14:00 Uhr an.


HSV mit:

Zönnchen, Schilf, O. Werner, Pokrovskij, Matschke, Dittloff (90.+1 Füssel), Langhans, Wenzel, Paul (35. Vogt), Blumhagen (72. E. Thieme), F. Thieme


Bernd N e u m a n n