HEIDENAU LÄSST NICHTS ANBRENNEN

KREISOBERLIGA: HEIDENAUER SV - TSV KREISCHA 3 : 0 (1:0)


Der Heidenauer SV fand gegen die zuletzt gebeutelten Kreischaer in die Erfolgsspur zurück. Und dies trotz weiterhin erheblicher Personalsorgen. Die komplette Abwehr fiel aus und zwang Trainer Uwe Kuhl nicht nur zu überraschenden Umstellungen, sondern auch zum Einsatz des längst zurück getretenen Verteidigers Florian Werner. Dass der 32-jährige ohne ein einziges Training gar in die

Startelf rückte, entschied sich dabei erst kurz vor dem Anpfiff. Aber die Hausherren lösten die Aufgabe mit Bravour. Auch die angestrebte „Null“ stand am Ende, das gelang in den letzten sechs Punktspielen nur beim 1:0-Sieg in Wurgwitz. Der TSV blieb nicht gänzlich ohne Möglichkeiten, doch die Mehrzahl lag schon deutlich auf Seiten der Gastgeber. Die knappe Halbzeitführung baute der Tabellendritte nach dem Seitenwechsel aus und bleibt mit drei kaum gefährdeten Zählern den Spitzenreitern Hartmannsdorf und Neustadt dicht auf den Fersen.

Die erste Chance erspielte sich der HSV, als sich Felix Thieme an der Grundlinie durchsetzte, im Zentrum allerdings keinen Abnehmer fand. Auf der anderen Seite zeigte sich Torhüter Marcel Zönnchen auf dem Posten, als sich dem früheren Heidenauer Marvin Sowart nach einer Eingabe eine Topchance bot. Die Heidenauer dominierten durch die bessere Spielanlage ohne die Gäste bereits in deren Hälfte zu attackieren. Vit Turtenwald kickte das Leder in den Lauf Patrick Langhans, der wieder im Zentrum agierte. Mit immensen Tempo drang er in den 16-er ein, Torwart Janik Heider wehrte seinen Schuss aufs kurze Eck per Fuß ab. den zweiten Ball köpfte Mario Vieweg in die Maschen – 1:0 (12.). Erst im zweiten Abschnitt machten die Favoriten so richtig Nägel mit Köpfen.

Der dritte Versuch des als Innenverteidiger eingesetzten Marcus Pechtl, den wieselflinken Alexander Kavgic in Szene zu setzen, war von Erfolg gekrönt. Die Eingabe des Mittelfeldspielers in seinem ersten Einsatz des Jahres verwertete Felix Thieme zum 2:0 (55.). Wenig später zeigte sich Pechtl wieder hinten präsent, verteidigte gegen Sowart und Oliver Lautsch. Als F. Thieme eine Flanke seines Routiniers Turtenwald per Fuß in die Maschen haute, waren die Punkte endgültig eingetütet – 3:0 (70.). Übrigens freute sich der 18-jährige A-Junior über seinen bereits 25. Punktspieltreffer in der „Ersten“. Unabhängig davon gilt es noch zu erwähnen, dass Vieweg nochmal Pech hatte, dass sein Ball von einem Verteidiger von der Linie geschlagen wurde. Die Kreischaer steckten nicht auf und besaßen mit einem Kopfball von Karl Wiesner noch die Riesenchance zum Ehrentreffer.

Am Sonntag treten die Heidenauer beim abgeschlagenen Schlusslicht SV Rabenau an. Abgeschlagen auch deswegen, weil sie vorm Sportgericht sechs Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls einbüßten. Aber auch so ergatterten sie die wenigsten Punkte, trafen sie von allen Teams am sparsamsten ins Schwarze und mussten die meisten Gegentreffer hinnehmen. Im Hinspiel erlebten sie

ein 0:11 – Trauma. Doch genau darin liegt die Gefahr. Die SG Wurgwitz kam im Sommer mit 1:11 unter die Räder, im Rückspiel zitterte der HSV ein 1:0 über die Zeit. Als Schiedsrichter der Partie fungiert Marko Bauer aus Kreischa. An den Linien assistieren Lars Müller (Kreischa) und Gerd

Müller (Hartmannsdorf). Der Anpfiff erfolgt um 15:00 Uhr.


HSV mit:

Zönnchen, Pechtl, F. Werner (80. E. Thieme), Dittloff, P. Werner, O. Franz, Turtenwald (80. Seemel), Langhans, Kavgic, F. Thieme, Vieweg


Bernd N e u m a n n