NACH VIER ANLÄUFEN WIEDER ERFOLGREICH
LANDESKLASSE: HEIDENAUER SV - SV WESENITZTAL 4 : 1 (1:0)
Vier Pflichtspiele in Folge blieb dem Heidenauer SV ein voller Erfolg verwehrt. Der letzte Sieg datierte aus dem August, als die SG Striesen mit 5:2 bezwungen werden konnte. Ein ähnlich deutlicher Sieg gelang den Schützlingen von Teamchef Vit Turtenwald jetzt auch im Derby gegen den Kreisrivalen SV Wesenitztal. Die frühe Führung transportierte der HSV relativ problemlos in Halbzeit zwei. Trotz druckvollem Restart der Wesenitztaler nach der Pause, die Treffer markierten zunächst die Hausherren. Erst als der HSV spürbar nachließ, kamen die Gäste nochmal richtig ins Spiel. Im Anschluss an die üppige Nachspielzeit feierten die Gastgeber letztlich verdient.
Einen Eckball Tobias Matschkes mit links nickte Felix Thieme zu seinem fünften Punktspieltor in die Maschen - 1:0 (16.). Ein starkes Dribbling des 19-jährigen in den Strafraum musste eigentlich den Ausbau der Führung bedeuten. Antreiber Maximilian Schilf übernahm das Leder, kam im Zweikampf zu Fall konstatierte „für einen Elfer zu wenig“. Die reichlich hundert Zuschauer erlebten ein verteiltes Spiel, kaum Feldvorteile für den einen oder anderen. Aber der HSV agierte mit feinerer Klinge. Vor dem Wechsel registrierte der frühere Heidenauer Spieler und seit einigen Jahren Wesenitztaler Trainer, Maik Kühn zwei gute Torchancen. Philipp Kaps verfehlte ziemlich freistehend das Gehäuse, als eine Flanke von links ihn erreichte. Einen Überzahlangriff spielten seine Mannen schlecht aus.
Mit Engagement kehrten sie auch aus den Kabinen zurück, aber die Chancen hatten die Heidenauer. Einen Eckball schlug Ole Dittloff auf den langen Pfosten, wo Alexander Kavgic den Ball unter die Latte schoss - 2:0 (54.). Wenn Gästetrainer Kühn jetzt noch etwas Ruhe in sich spürte, dann trieb es ihm in der folgenden Szene die Zornesröte gewaltig ins Gesicht. Sein Team lieferte das Streitobjekt förmlich bei Dittloff ab. Der Mittelfeldspieler bedankte sich mit seinem dritten Saisontor – 3:0 (61.).
Seine Männer ließen zwei dicke Dinger liegen. Paul Steglich rutschte weg, der sträflich freistehende Andreas Friebel brachte den Ball nicht am bis dahin fehlerlosen Keeper Maximilian Franz vorbei. Die buchstäblich letzten Hoffnungen zerstörte Schilf. Er veredelte ein unwiderstehliches Dribbling von Patrick Langhans, als er den Rückpass flach einschoss – 4:0 (75.). Der eingewechselte, routinierte Friebel (42) schoss von der Strafraumkante daneben, köpfte später eine Flanke des ebenfalls erst im zweiten Abschnitt gebrachten Nick Siegemund ein – 4:1 (84.). Die in der Schlussphase stark nachlassenden Platzherren mussten mit ansehen, wie Paul Steglich den nächsten Riesen liegen ließ.
Und den bitteren Wermutstropfen gab es ganz zum Schluss. Torhüter Franz fing einen Ball haarscharf auf der Strafraumlinie und kassierte dafür die rote Karte wegen Verhinderung einer klaren Torchance. Für den Freistoß kam der angeschlagene Marcel Zönnchen noch zu einem Sekundeneinsatz.
Am Samstag begibt sich der Heidenauer SV auf die weite Reise zum Aufsteiger VfB Weißwasser. Bisher gab es mit den Oberlausitzern noch keine Vergleiche. Das aktuelle Schlusslicht siegte am zweiten Spieltag mit 2:1 beim jetzigen Vorletzten Post SV Dresden, seitdem setzte es ausschließlich Pleiten. Schiedsrichter der Partie wird Julius Karlapp sein. An den Linien assistieren ihm Anton Rühle und Daniel Asisow. Alle drei kommen aus Dresden.
HSV mit:
Franz (90.+4 Platzverweis), Schilf, O. Werner, Pokrovskij, Matschke, Dittloff (79. Kahlig), Langhans (79. Vieweg / 90.+5 Zönnchen), Kavgic, Paul (76. E. Thieme), Blumhagen (65. Füssel), F. Thieme
Bernd N e u m a n n







