HEIDENAU BLEIBT WEITER UNGESCHLAGEN
LANDESKLASSE: FV EINTRACHT NIESKY - HEIDENAUER SV 3 : 3 (1:1)
Ein rassiges Männerspiel lieferten sich beide Widersacher, sportlich fair aber dennoch voller Schärfe. Die Blitzführung der Gäste egalisierten die Hausherren bis zur Pause. Mit dem Seitenwechsel zog Heidenau erneut in Front. Doch die Eintracht drehte das Spiel zunächst. Einer der vielen Fehler im Match hatte den Ausgleich der Elbestädter zur Folge. Trotz Chancen auf beiden Seiten blieb es bei der am Ende gerechten Punkteteilung. Leider war der erst 18-jährige Dresdner Referee Nils Großmann dem Charakter der Partie nicht immer gewachsen.
Es begann schon früh in der Partie, als er ein deutliches Foul an Maximilian Schilf nicht mit Strafstoß ahndete. Ein Fehler, den er schon zur Pause selbst eingestand. Doch da führten die Heidenauer bereits. Felix Thieme köpfte eine Ecke Ole Dittloffs in die Maschen – 0:1 (7.). In dieser
Phase versäumte es der Aufsteiger, weitere Tore nachzulegen. Zum Beispiel als Patrick Langhans Eric Thieme mit verdecktem Pass in Szene setzte, die Eingabe ein Verteidiger vorm Einschuss bereiten Bruder Felix zur Ecke grätschte. Ein Flankenwechsel leitete das 1:1 (36.) ein. Auf beiden Seiten bekam der HSV keinen Zugriff, so dass die Flanke von der Gegenseite von Florian Zieschang volley ins Dreiangel gehämmert wurde. Allerdings lieferte auch die Eintracht einige krasse Fehler. So nach der Pause, als plötzlich Patrick Langhans in Mittelstürmer Position in Ballbesitz kam. Er ließ sich die Chance nicht nehmen – 1:2 (48.). Fast im Gegenzug spielte die Heidenauer Abwehr auf Abseits und kassierte das 2:2 (50.) durch Luca Darius Pluta. Im Spielbericht verdrehten die Referees die Reihenfolge. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Kapitän Oliver Werner nach einem nicht geahndeten Foul (Knie im Gesicht!) bereits auf dem Weg in die Dresdner Zahnklinik. Dafür musste der für ihn eingewechselte Brian Groß nach zwei Allerweltfouls das Spielfeld mit der Ampelkarte verlassen. Ein Fehlpass Dittloffs an der Mittellinie
mündete in der Endkonsequenz im 3:2 (56.) durch Pluta. Mit der Fehlerkette nicht genug, ließ Nieskys junger Torhüter Maurice Gabriel (19) eine schon sicher gepflückte Flanke wieder fallen. John Leon Blumhagen bedankte sich daneben stehend auf seine Weise – 3:3 (60.). Ab jetzt lag das Momentum mehr auf Heidenauer Seite. In einem Zweikampf beim Eindringen in den Strafraum kam Dittloff zu Fall. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Notbremse und schickte den „Sünder“ zum Duschen.
Längere Diskussionen führten zur Rückverlegung des Tatortes um einige Meter – und zwar außerhalb des Strafraumes. Weder dieser Freistoß noch ein alleiniges Auftauchen Dittloffs vor Gabriel führten zum Erfolg. Beide Vereine meinten hinterher unisono, dass beide Platzverweise kaum gerechtfertigt waren.
Am Samstag empfängt der HSV mit dem Post SV Dresden ein Team, welches nach vier Auftaktpleiten schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand steht. Mit jeweils zwei Siegen und einem Unentschieden beschreibt die Bilanz Ausgeglichenheit, wobei der HSV in der
Abstiegssaison 24/25 beide Vergleiche mit 1:2 verlor. Als Schiedsrichter der Partie reist Dominic Jentzsch (Großschweidnitz) aus der Oberlausitz an. Aus dem gleichen Verband kommen seine Assistenten Tizian Ruben Förster (Mittelherwigsdorf) und Sandro Benad Hambach (SV Lautitz).
HSV mit:
Zönnchen, Blumhagen (70. Hohl), O. Werner (45.+2 Groß / 81. Gelb/Rot), Schilf, Matschke, Dittloff, Langhans (90+4 Kahlig), Kavgic, E. Thieme, Paul, F. Thieme (88. Vieweg)
Bernd N e u m a n n







