MIT KANTERSIEG ZUM AUFSTIEG
KREISOBERLIGA: HEIDENAUER SV - TSV GRAUPA 12 : 2 (5:1)
Zwei Spieltage vor Ultimo lag den Heidenauern die Rückkehr in die Landesklasse praktisch zu Füßen! Gleich den ersten Champions Chip Point nutzten sie – und zwar mit Pauken und Trompeten. Zu guter Letzt sollte es auch noch Rekorde geben. Im Herbst bedeutete der 11:1-Heimsieg gegen die SG Wurgwitz Kreisoberliga – Rekord. Den verbesserte man mit dem 12:2 gegen den TSV, der in allen Belangen deutlich unterlegen war, noch einmal haarscharf. Neben der Ehrung für den Kreismeistertitel durch den Präsidenten des KVFSOE, Benjamin Rosenkranz, hätte man auch die Kanone für den besten Torjäger auch gleich mit überreichen können. Der immer noch 18-jährige Felix Thieme setzte fünf „Dinger“ in die Maschen der konsternierten Gäste. 42 Tore bedeuten nicht nur zehn Tore Vorsprung vorm Pirnaer Finn Quast sondern auch noch Einstellung der bisherigen Marke von Paul Kiontke knapp vor Tom Keil (40). Beide Akteure stammten wie Thieme aus dem
Heidenauer Kleinfeld und setzten ihre „Duftmarken“ für Chemie Dohna.
Den Torreigen eröffnete diesmal Oliver Franz, der eine Ecke Ole Dittloffs über den Scheitel rutschen ließ – 1:0 (3.). Das 2:0 (12.) besorgte Dittloff selbst, nachdem ihn Maximilian Schilf mit diagonalem Klassepass geschickt hatte. Franz Meyer bestrafte eine Laxheit in der inneren HSV-
Verteidigung mit seinem 16. Saisontor – 2:1 (14.). Schilf erhöhte nach Dribbling (3:1 / 23.), Vit Turtenwald nutzte eine Franz – Ablage zum 4:1 (30.). Als der wieder überall zu findende Schilf eine Freistoß – Flanke Dittloffs einnickte, schienen die Messen schon gesungen – 5:1 (37.). Thieme vergab in dieser Phase zwei Top-Chancen, was schon ungewöhnlich wirkte.
Im zweiten Abschnitt trumpfte erst einmal Graupa auf. Tommy Schiebe brachte das Leder per Kopf nicht im Tor unter (schwieriger Winkel). Jonas Landgraf verkürzte auf Vorlage Meyers auf 5:2 (51.). Später prüfte Landgraf die Reaktionsfähigkeit von Torwart – Routinier Marcel Zönnchen, der zur Ecke abwehrte. Doch da war längst schon alles entschieden. Eric Wenzel leitete den ersten Thieme – Treffer ein – 6:2 (54.). Dittloff holte sich die Kugel direkt vom Gegner ab und markierte das 7:2 (57.).
Von diesem Schock erholte sich der ersatzgeschwächte TSV nicht mehr und erlebte ein Fiasko! Tormaschine Thieme schaltete und waltete im gegnerischen Strafraum nach Belieben. Binnen 13 Minuten ein Viererpack, ob er den schnellsten der Kreisoberliga – Geschichte schnürte? Es gibt keine Statistik darüber. Philipp Werners Flanke köpfte er ein, einen Ball schenkten ihm seine Gegenspieler und immer wieder Schilf. Ein Lattenkracher des bulligen, gelernten Verteidigers brachte den Hattrick in Gefahr. Seine Vorlage für Tobias Matschke machte das Dutzend voll – 12:2 (88.).
Am Samstag schlägt der Heidenauer Tross zum Punktspiel – Halali in Reinhardtsgrimma auf. Der FSV Dippoldiswalde trägt seine Heimspiele in der schönen Jahreszeit auf dem Rasen des Partnervereines aus. Mit zuletzt zwei Siegen sicherte sich der Aufsteiger den Klassenerhalt. Vier
Duelle führten beide Vereine bisher zusammen. Im Landespokal siegte 2010 der Landesliga Aufsteiger HSV beim Bezirksklasse Vertreter FSV mit 4:1, In der Kreisoberliga 2017 setzte sich Heidenau mit 5:0 und 3:0 durch. Der knappste der vier Siege datiert aus der Hinrunde (3:2). Als
Schiedsrichter des Spieles reist Frank Meile (Höckendorf) an. Matthias Böhme (Pesterwitz) und Ben Aurel Retschke (Wurgwitz) assistieren an den Linien. Der Anstoß erfolgt um 15:00 Uhr.
HSV mit:
Zönnchen, Turtenwald (55. Matschke), Pechtl, Wenzel (63. P. Werner), Dittloff, Blumhagen, Schilf, Paul (70. Knoebel), O. Franz, Langhans (70. Vieweg), F. Thieme
Bernd N e u m a n n







