HEIDENAU FÄHRT DIE ERSTEN PUNKTE EIN

LANDESPOKAL: HEIDENAUER SV - SV CHEMIE DOHNA 2 : 1 (0:0)


Das erste Punktspiel der neuen Landesklasse– Saison bescherte dem Aufsteiger Heidenauer SV das Derby gegen den „Ortsnachbarn“ Chemie Dohna. Eine ansehnliche Kulisse von rund 250 Zuschauern gab dem Derby den richtigen Rahmen. Die Hausherren besaßen optische Vorteile, das Chancenverhältnis hielt sich lange Zeit die Waage. Nach der torlosen ersten Spielhälfte zog der HSV die Zügel noch einmal an, ging verdient mit zwei Toren in Führung. Als die Chemiker zum Anschluss kamen, flammte nochmal Spannung auf, doch am Ende bejubelten die Gastgeber die ersten drei Zähler.

Drei Eckbällen Ole Dittloffs fehlten zunächst die Gefahr. Für genau diese sorgten die Dohnaer mit ihren wenigen Vorstößen bis zur Trinkpause. Vor allen Dingen Lukas Schumann zerrte immer wieder an den Ketten, sah sich jedoch bei Tobias Matschke lange Zeit in guten Händen. Zwei Abschlüsse von Neuzugang Nick Füssel (kam von Gebergrund Goppeln) und Felix Thieme riefen die Aufmerksamkeit des Heidenauer Publikums auf den Plan. Einmal musste Torhüter Alfred Schindler zur Ecke klären.

Ein paar Standards der Chemiker verpufften. Dann sprang ein abgefälschter Schuss Dittloffs von der Latte auf die Linie, kein nachsetzender Heidenauer in Tatortnähe. Im direkten Gegenangriff schoss Max Viertel freistehend über den vorderen Dreiangel. Dann noch eine Gelegenheit des HSV, Füssel schoss ohne Zielwasser.

Aus den Kabinen zurückgeschwitzt übernahm der Aufsteiger die Kontrolle und belohnte sich schnell. In einen Freistoß Dittloffs von halbrechts lief Kapitän Maximilian Schilf und grätschte das Leder mit langem Bein in die Maschen – 1:0 (50.). Benjamin Swozil prüfte HSV – Keeper

Maximilian Franz nach prima Zusammenspiel. Doch der HSV legte nach. Eine ebenfalls sehr sehenswerte Kombination zur Grundlinie wurde zum Ausgangspunkt, F. Thieme legte zurück und Dittloff drosch die Kugel mit Urgewalt ins kurze Eck – 2:0 (60.). Wer glaubte nach einer Stunde

wären die Messen gelesen, hatte die Rechnung ohne die Chemiker gemacht. Eine direkte Ecke des früheren Heidenauer Juniorenspielers Leon Kretschmer weckte berechtigte Dohnaer Hoffnungen und nagte wohl einigen HSV – Spielern am Selbstvertrauen. Oliver Haubold, ein weiterer Heidenauer Nachwuchsspieler (E- bis B- Junioren), zog energisch nach innen, offenbarte eine zu große Lücke im Abwehrgefüge und zwang Franz zu toller Parade. Das Geschehen wogte auf und ab. Der vorjährige Torschützenkönig der Kreisoberliga ließ zwei „Riesen“ per Kopf und einen mit dem Fuß weg. Die Flanken von Maximilian Paul und seines Bruders Eric köpfte er übers Tor. Die Bruderkombination fand in Schindler seinen Meister per Fußabwehr. So wurde die Schlussphase nochmal hektisch, Schumann wollte einen Elfmeter, der HSV freute sich, dass es in der Sachsenklasse keinen VAR gibt. Auch der HSV konnte im Konter den Sack noch zubinden.

Bereits am Samstag wartet das nächste Derby auf den HSV. Beim Landesliga – Absteiger ertönt der Anpfiff von Schiedsrichter Falko Matthews erst um 17:00 Uhr. Dem Weixdorfer assistieren Lisa- Marie Huth (Dynamo Dresden) und Gustav Stiefel (SG Striesen). Die Bilanz der letzten zwanzig Jahre liest sich ausgeglichen. Jeweils vier Siege pro Team und ein Remis stehen zu Buche. Der einzige klarere Sieg gelang dem VfL 2011 in der Landesliga mit 4:1, stieg am Saisonende dennoch in die Bezirksliga ab.


HSV mit:

M. Franz, Wenzel, Pokrovskij, Schilf, Vogt, Dittloff, Langhans (90. Hohl), Matschke, Füssel (68. E. Thieme), Paul (78. Vieweg), F. Thieme


Bernd N e u m a n n