HEIMPLEITE IM DERBY
KREISOBERLIGA: HEIDENAUER SV - 1. FC PIRNA 1 : 3 (0:2)
Schon die dritte Saisonniederlage kassierten die Heidenauer im Derby gegen den 1. FC Pirna und gaben somit in heimischen Gefilden bereits acht Zähler ab. Die treuen Heidenauer Fans unter den 200 zahlenden Besuchern sahen eine schwache Vorstellung ihrer Mannschaft. Vor allen Dingen in der Abwehr deckten die Pirnaer erhebliche Defizite auf. Wenn es dann auch vorne nicht für die gewissen lichten Momente reicht, steht man halt am Ende mit leeren Händen da. Die Kreisoberliga lebt in dieser Saison von der Spannung, denn gleich sechs Mannschaften marschieren nur vier Punkte voneinander getrennt voran. Für den HSV muss es in den letzten drei Partien vor der Winterpause darum gehen,
gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte den Schalter wieder umzulegen, um nicht noch weiteren Boden auf die Spitzenposition einzubüßen. Die Sonnensteiner legten mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause den Grundstein für ihren „Dreier“. Als ihnen Mitte der zweiten Halbzeit gar der dritte Treffer gelang, schienen die Messen gesungen. Dass der HSV prompt verkürzte, weckte natürlich berechtigte Hoffnungen, in die Erfolgsspur zurück zu finden. Allein die Mittel fehlten an diesem Tag. Auch die üppige Nachspielzeit half nicht mehr, um den Pirnaern den verdienten Auswärtssieg streitig zu machen.
Nach einem Ballverlust folgte der erste gefährliche Torschuss des Spieles. Justin Leimer zog das Leder nur um Zentimeter übers Dreiangel. Heidenau agierte mit mehr Ballbesitz und kam in der Folge auch zu Chancen. Zum Beispiel als Maximilian Schilf das Geschehen nach rechts zu Erik Wenzel verlagerte, dessen Eingabe zwar kreuzgefährlich, aber auch halbhoch daherkam. Die Kreisstädter nutzten einen Eckball ihres Kapitäns Marcus Kaufmann, im Zentrum freute sich Routinier Stefan Leibinnis (37) über viel Platz und köpfte unter die Latte - 0:1 (42.). Lediglich einige Sekunden nach dem Anstoß bot sich den Gästen abermals eine unverschämt große Lücke in der Abwehrkette.
Torjäger Finn Quast (13 Saisontore), der diesmal sein Konto nicht erhöhen konnte, fand am langen Pfosten Maurice Mähne, der wenig Mühe hatte – 0:2 (44.). Heidenau startet mit großem Druck in die zweite Periode, so dass ihre Kontrahenten kaum noch zum atmen kamen. Mehrere Eckbälle und Eingaben prasselten auf den FC herein, doch eine Topchance befand sich lange nicht darunter. Dann flankte Patrick Langhans auf Felix Thieme, der die Kugel aus bester Position über die Latte bugsierte. Allmählich befreiten sich die Gäste und liefen schüchterne Konter. So durfte Justin Leimer aus kurzer Distanz auf 0:3 (69.) erhöhen. Kurz darauf brachte Ole Dittloff den Ball nach innen, Oliver Franz
vollstreckte zum 1:3 (70.). Trotz Dauerdruck und viel Engagement beim HSV, es fehlten die Ideen.
Einige verzweifelte Torschüsse, die sich immer weiter zurück ziehenden Gäste mussten keine Bäume ausreißen, um ihren Vorsprung in drei Punkte umzumünzen.
Nach der mysteriösen Spielabsage vom TSV Graupa in der Vorwoche rutschte der HSV zwischenzeitlich auf den fünften Tabellenplatz zurück. Die Ergebnisse des Wochenendes ermöglichen es jedoch, jetzt wieder aus eigener Kraft als Spitzenreiter zu überwintern! Voraussetzung dafür ist natürlich ein voller Erfolg am Samstag gegen den Aufsteiger FSV Dippoldiswalde. Mit drei Siegen in Folge preschte der FSV auf den achten Platz der Kreisoberliga vor. Drei Pflichtspiele trugen beide Vereine untereinander aus. Vor 15 Jahren siegte Heidenau auswärts mit 4:1. Die Punktspiele entschied der HSV 2017/18 mit 5:0 und 3:0 für sich. Die anstehende Neuauflage leitet Schiedsrichter Vincent Lamping (FSV Bretnig-Hauswalde). Seine Assistenten heißen Ben Mende (SC Großröhrsdorf) und Tommy Gäbler (TSV Wachau). Der Anpfiff ertönt um 14:00 Uhr auf dem Kunstrasen.
HSV mit:
Zönnchen, Vogt, Dittloff, Blumhagen, Langhans, Kavgic (61. Turtenwald), Schilf, Matschke (46. O. Franz), F. Thieme, Pechtl, Wenzel
Bernd N e u m a n n







