HALBES DUTZEND IM SPITZENSPIEL

KREISOBERLIGA: HEIDENAUER SV - BSV 68 SEBNITZ 6 : 0 (3:0)


Im Spitzenspiel des Tages empfingen die Heidenauer den vorjährigen Kreismeister aus der Kunstblumenstadt Sebnitz. Nach der 2:4 – Hinspiel – Niederlage sann der Tabellenführer jetzt nach Revanche. Und diese gelang auf der ganzen Linie! „Wenn so viele Spieler nicht zur Verfügung

stehen, wie bei uns heute, ist es halt schwer“, betrieb der verantwortliche Sebnitzer Trainer Andre Berger kurz nach Abpfiff bereits Ursachenforschung. Unter anderem fehlten ihm die Henke – Brüder, Torwart – Routinier Dominic Oppitz (40) und vor allen Dingen Spielmacher Gerrit Hamel (36).

Allerdings fehlten seinem Pendant Uwe Kuhl auch einige Akteure, so dass dieser mit den angeschlagenen Maximilian Vogt bzw. Eric Thieme ins Rennen ging. Wenig verwunderlich, dass beide später verletzt passen mussten. Aber die Hausherren entfachten gehörigen Druck, gingen früh in Führung und bauten diese in regelmäßigen Abständen aus. Dem BSV gestatteten sie nicht eine einzige nennenswerte Torchance.

Mit einem halbhohen Zuspiel in den Lauf Felix Thiemes bereitete Innenverteidiger Vogt das 1:0 (8.) vor. Die tolle Ballkontrolle vom Torjäger und Innenseitstoß aus spitzem Winkel lösten den ersten Jubel der Partie aus. Ein Eckball Ole Dittloffs verursachte Gewühl im BSV-Torraum, Patrick

Langhans legte das Leder zu seinem langjährigen Schulfreund Maximilian Paul zurück, der scharf einschoss – 2:0 (28.). Sekunden später konnte F. Thieme den Deckel eigentlich schon draufmachen. War der Winkel zu spitz? Dafür holte sich dann der drahtige Langhans seinen zweiten Assistpunkt. Seinen Querpass lochte Oliver Franz flach ein – 3:0 (35.). Paul und Langhans ließen weitere gute Möglichkeiten aus. Infolge eines der weiteren Dittloff – Eckballs kam Franz gleich zu zwei Kopfbällen, schließlich traf Langhans aus Nahdistanz – 4:0 (59.). Dittloff entpuppte sich wohl als Eckenspezialist. Diesmal bedankte sich der eingewechselte Vit Turtenwald natürlich per Kopf – 5:0 (80.). Eine Mehrfachchance endete mit einem Lattentreffer von Florian Werner, dem 32-jährigen Standby – Spieler, dem im Sommer eine dauerhafte Rückkehr ins Team zuzutrauen ist. Dem dreifachen Vorbereiter Dittloff rutschte eine Flanke über den Schlappen und klatschte an den Querbalken. Den Schlusspunkt setzte F. Thieme mit seinem 36. Punktspieltor – 6:0 (87.).

Ausgerechnet am Pfingstsamstag spielt der HSV auf dem Weg zum möglichen Double bei der Reserve des bereits abgestiegenen Landesligisten VfL Pirna-Copitz um das Pokalfinale. Der schon als Aufsteiger zur Kreisoberliga feststehende VfL 2. möchte sich die erfolgreiche Saison natürlich auch liebend gern mit dem Pokalfinale krönen. Auf die Besetzungen beider Teams darf man wirklich gespannt sein. Doch wie auch immer steht der HSV als haushoher Favorit am Start. Als Schiedsrichter wurde Regionalliga – Referee Philipp Jacob (SV Wesenitztal) angesetzt. An den Linien assistieren Christopher Gentz (Freital) und Benjamin Arnold vom FV Hafen Dresden. Der Anpfiff von 12:45 Uhr

bei zu erwartender Mittagshitze und der ausgewählte Kunstrasen sind für ein Pokalhalbfinale völlig unwürdig!


HSV mit:

Zönnchen, Vogt (67. Turtenwald), O. Werner, E. Thieme (52. F. Werner), Dittloff, P. Werner, Matschke (76. Vieweg), Paul, O. Franz, Langhans,

F. Thieme


Bernd N e u m a n n