NACH STEIGERUNG ERSTER AUSWÄRTSSIEG
LANDESKLASSE: VFB WEISSWASSER - HEIDENAUER SV 1 : 3 (1:0)
Eine tolle Steigerung benötigte der Heidenauer SV nach einer knappen halben Stunde zum Vergessen. In der Anfangsphase bestimmte der Aufsteiger das Geschehen mehr oder weniger eindeutig. Bei seinem ersten Saisoneinsatz hielt HSV - Keeper Lukas Pfeifer sein Team mit einigen starken Paraden im Spiel. Seine Vorderleute fanden spät ins Spiel. Verdientermaßen ging der Tabellenletzte in Führung. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, mal abgesehen vom Bärendienst, den der VFB – Kapitän Gino Kleinfeld seinem Dienst erwies. Er flog nach einer Unsportlichkeit kurz vorm Seitenwechsel vom Platz (45.+2). Die zweite Halbzeit war dann eine ganz andere. Dem Ausgleich nach einer Stunde folgten späte Treffer ihres Torjägers Felix Thieme, welche den ersten Auswärtssieg in der Liga besiegelten.
Pfeifer stand von der ersten Minute an im Brennpunkt, bekam mehr Möglichkeiten sich auszuzeichnen, als ihm lieb sein durfte. Ob sein Team den sportlichen Rivalen unterschätzte blieb unergründlich. Die verdiente Führung markierte Nico Lukschanderl (26) nach einer Eingabe von
rechts mit seinem zweiten Saisontor. Aus kurzer Distanz blieb Pfeifer (23) chancenlos. Langsam kam Heidenau in die Puschen. Maximilian Schilf passte zu Petr Pokrovskij, der nach schneller Drehung am Pfosten scheiterte. Patrick Langhans prüfte Torhüter Julian Hübner, der in diesem Duell als Sieger hervorging. Mal abgesehen von einem Schrägschuss, der knapp vorbeistrich, hatten die Elbestädter jetzt alles im Griff. Nicht im Griff hatte sich der Kapitän der Glasmacherstädter, als er bereits verwarnt sich die Ampelkarte einhandelte.
Schilf setzte das Leder ins Außennetz, wenig später zischte die Kugel knapp daneben. Noch knapper ging es bei den Hausherren zu, das Streitobjekt landete zunächst am Pfosten, dann in Pfeifers Armen.
Außer zwei Standards kam nicht mehr viel beim VfB. Sie zogen sich immer weiter zurück, waren längst von ihrer ursprünglich sehr brauchbaren Linie angekommen. Die Heidenauer schwangen nun das Zepter. Einen Freistoß Ole Dittloffs köpfte Thieme von der Grundlinie ins Zentrum zurück. Schilf schlitterte heran und drückte den Ball in die Maschen – 1:1 (63.). Nach dem Scorerpunkt sicherte sich Stürmer Thieme auch noch zwei eigene Tore. Durchsetzungsstark zeigte er sich zwischen zwei Verteidigern und spitzelte die Kugel am heraus pirschenden Hübner vorbei – 1:2 (82.). Weniger Mühe bereitete ihm am langen Pfosten das Veredeln der Vorarbeit von Schilf und Langhans – 1:3 (87.).
Am Samstag empfängt der Heidenauer SV als Tabellenfünfter den unangefochtenen Spitzenreiter Radebeuler BC. Das Torverhältnis von 25:3 sagt schon eine Menge aus, die blütenweiße Weste wollen die Schützlinge von Teamchef Vit Turtenwald ganz sicher beflecken. Deren argentinischer Trainer Ezequiel Horacio Rosendo (41) bestritt einst über 100 Zweitliga - Punktspiele in Turtenwalds Heimat Tschechien Die letzten Pflichtspiele zwischen dem RBC und dem HSV liegen bereits 15 Jahre zurück. Heidenau siegte damals in der Landesliga mit 1:0 bzw 2:0 und stieg am Ende der Saison in die Oberliga auf. Als Schiedsrichter des Spitzenspiels reist Andre Schulze (Stahl Riesa) aus Meißen
an. Seine Assistenten werden Thomas Napp von Königsblau Gohlis und Levi Paolo Luccesi aus Thiendorf sein.
HSV mit:
Pfeifer, Schilf, O. Werner, Pokrovskij, Matschke, Dittloff, Langhans (90.+2 Kahlig), Kavgic, E. Thieme (61. Sorge), Blumhagen (61. Hohl), F. Thieme (90.+2 Knöbel)
Bernd N e u m a n n







