HSV FEIERT THIEMES TORJÄGERKANONE

KREISOBERLIGA: FSV DIPPOLDISWALDE - HEIDENAUER SV 3 : 5 (1:3)


Der letzte Spieltag der Punktspielrunde hätte getrost zum Auslaufen genutzt werden können. Nicht so beim HSV. Denn nach der Meisterfeier ist vor dem Pokalfinale! Denn trotz etlicher Aufstiege in der bewegten Vereinsgeschichte vermissen sie eines schmerzlich – einen Pokalsieg. Also bleibt man im Rhythmus. Und so startete der frisch gebackene Kreismeister furios. Bis zur ersten Trinkpause schafften die Heidenauer praktisch schon die Entscheidung. Der Gegentreffer kurz vor der Pause sah zunächst nur wie ein Schönheitsfleck aus. Im zweiten Abschnitt trudelte das Match bei hohen Temperaturen beinahe aus. Als Dipps den nächsten Doppelschlag schlucken musste, bekam die Geschichte fast schon einen peinlichen Anstrich. Mit ihrem eingewechselten Torjäger Richard Zimmermann sorgten sie aber im Schlussgang in Unterzahl noch zweimal für Resultats Kosmetik. Der erste Doppelschlag des Tages gehörte dem Kanonier der Liga, Felix Thieme. Den scharfen

Querpass von Ole Dittloff drückte der 18-jährige ins kurze Eck – 0:1 (5.). Damit überflügelte er die Bestmarke des ebenfalls aus dem HSV-Nachwuchs stammenden Paul Kiontke, der es für Chemie Dohna einst auf 42 Treffer brachte. Am Ende setzte der A-Junior mit 45 Toren eine erstaunliche Marke! Sein zweites Tor des Tages fädelte er selbst ein. Im Zusammenspiel mit Patrick Langhans reichte erneut die Innenseite – 0:2 (18.). Zwischendurch rutschte Dittloff beim aussichtsreichen Abschluss weg und versemmelte den Riesen. Bei allem Fokus auf Thieme, der Hingucker schlichtweg war die Rakete Tobias Matschkes mit seinem eigentlich schwächeren Fuß. Aus fünfundzwanzig Metern schlug der Halbvolley neben dem reaktionslosen Keeper Steven Mann ein – 0:3 (22.). Jetzt boten die Gäste was an. Der FSV versiebte durch Marcel Betz und Florian Gamaleja. Auf der anderen Seite scheiterte Thieme an der Latte, Langhans ließ auch noch den Nachsetzer weg. Gamaleja köpfte

eine Betz-Flanke ein und verabschiedete damit auch die Fans in die Trinkpause – 1:3 (45.).

Am Ende eines ausgiebigen Leerlaufs führte ein Matschke – Eckstoß zum 1:4 (72.). Thieme legte per Kopf ab und Oliver Franz spitzelte das Leder im letzten Punktspiel für „seinen“ HSV in die Maschen. Das 13. Punktspieltor bedeutet Platz elf in der Rangliste der Angreifer. Dass er sich diesen Platz mit Richard Zimmermann (FSV) teilen muss, lag einfach daran, dass der Dippser noch zweimal Gastgeschenke des Meisters annahm (76./83.). Thieme hatte zuvor das Streitobjekt zum alles entscheidenden 1:5 (75.) ins entlegene Eck geschoben.

Zum Pokalfinale reist der Aufsteiger am Samstag ins erzgebirgische Hartmannsdorf. Dort treffen die Schützlinge von Trainer Uwe Kuhl auf den Meisterschaftsdritten SSV Neustadt. Über 100 Eintrittskarten setzte der HSV für das Auswärtsspiel ab. In dieser Saison gelang noch kein Sieg gegen den SSV (1:2/2:2). Dennoch sieht die Statistik den Meister vorn, denn in den letzten zwanzig Jahren zuvor leisteten sie sich keinen Punktverlust gegen die Neustädter. Auf Kuhl wartet die zweite Chance einen Pokal an die Elbe zu holen. Fast auf den Tag genau vor 19 Jahren unterlag der damalige souveräne Bezirksmeister dem Fünften der Bezirksklasse, SG Weixdorf mit 0:4. Schiedsrichter diesmal wird Markus Hentschel (Pirna) sein. Yanik Haenes (Dorfhain) und Stefan Jung (Pirna) assistieren an den Linien. Ihr Anpfiff erfolgt um 17:00 Uhr.


HSV mit:

Zönnchen (72. M. Franz), Turtenwald (72. Vieweg), Matschke, Pechtl (76. Kahlig), Wenzel, Dittloff, Blumhagen, Schilf, Paul, O. Franz, Langhans, F. Thieme


Bernd N e u m a n n