HSV DREHTE NACH DER PAUSE AUF

KREISOBERLIGA: TSV GRAUPA - HEIDENAUER SV 2 : 3 (2:2)


Mit einem am Ende verdienten Auswärtssieg im Nachholspiel eroberte sich der Heidenauer SV die zwischenzeitlich abhanden gekommene Tabellenspitze zurück. Eine Halbzeit lang sah es nicht unbedingt danach aus. Wieder musste Cheftrainer Uwe Kuhl auf eine ganze Reihe wichtiger Spieler verzichten. Auf der Bank nahmen nur drei angeschlagene Akteure Platz, von denen zwei zu Kurzeinsätzen kamen. So verwunderte es Insider zunächst nicht, dass die spielstarken Gastgeber zweimal in Front zogen. Der HSV glich jeweils wieder aus, wobei es schon wichtig schien, dass sie mit dem Pausenpfiff das Ergebnis noch egalisieren konnten. Mit einer veränderten Einstellung und

damit wohl verbundenen Zielstrebigkeit kehrten sie aus den Kabinen zurück. Kuhl hatte ihnen dort gehörig die Leviten gelesen. Nur noch eine Chance gestatteten sie den abstiegsbedrohten Hausherren und fuhren drei wichtige Punkte ein.

Das Spiel begann mit einem leichten Plus für den TSV gegen noch nicht richtig wache Gegner. Und genauso schlafmützig verteidigten die Heidenauer einen Freistoß von links außen. Lukas Heinrich schlug ihn diagonal Richtung gegenüberliegende Eckfahne. Dort fühlte sich für den aufgerückten Tommy Schiebe ebenso niemand verantwortlich wie für Jonas Landgraf im Zentrum. Die beiden Kopfbälle reichten zum 1:0 (17.). Als Dreh- und Angelpunkt avancierte Routinier Vit Turtenwald, der immer wieder gesucht wurde. Einen langen Ball von Torhüter Marcel Zönnchen leitete er zu Ole Dittloff weiter, dieser setzte Felix Thieme ein. Der Torhüter umdribbelte Torhüter Jakob Schneider – 1:1 (26.). Aber Graupa blieb am Drücker. Franz Meyer köpfte haarscharf über den Balken. Timon Pfeifer traf per Flachschuss ins lange Eck – 2:1 (34.). Mit einer starken Fußparade gegen Luis Frenzel bewahrte Zönnchen sein Team vor Schlimmeren. Noch vor dem Seitenwechsel stellte Kuhl seine

Mannschaft um, was sich im zweiten Abschnitt richtig auszahlen sollte. Der Ausgleich fiel jedoch noch vor der Pause. F. Thieme leitete das Leder mit dem Kopf zu Dittloff weiter, der gefoult wurde.

Marcus Pechtl netzte seelenruhig vom ominösen Punkt – 2:2 (45.). Der Favorit übernahm nun deutlich die Spielkontrolle. Pechtl leitete den Siegtreffer ein. Die beiden 18-jährigen Thieme und Kevin Knöbel vollendeten. Für Knöbel das erste Männertor, nur sein Jubel fiel sehr verhalten aus – 2:3 (61.). Heidenau erspielte sich noch die eine oder andere Möglichkeit, die Partie früher zu entscheiden. So stoppten die Graupaer Patrick Langhans gerade noch so auf Kosten einer gelben Karte.

Am Samstag wollen die Heidenauer ihre Spitzenposition beim Tabellenzweiten Hartmannsdorf verteidigen. Das HSV-Derby wird im benachbarten Pretzschendorf ausgetragen. Im Vorjahr setzte es genau dort eine derbe 1:4-Klatsche, damals noch in der Landesklasse. Die Duelle versprechen immer torreich auszugehen. In den bisherigen 12 Duellen fielen stets mindestens drei Treffer. Die Bilanz spricht mit 6:5 Siegen leicht für die Elbestädter. Das einzige Remis datiert aus dem Hinspiel (3:3).

Der Anpfiff erfolgt wieder um 15:00 Uhr.


HSV mit:

Zönnchen, Vogt, O. Werner, Wenzel, E. Thieme, Turtenwald (90. P. Werner), Langhans, Dittloff, Knöbel (76. O. Franz), F. Thieme, Pechtl


Bernd N e u m a n n