ANGREIFER FRANZ FÜHRT HSV ZUM SIEG

KREISOBERLIGA: HEIDENAUER SV - EMPOR POSSENDORF 5 : 0 (2:0)


Der routinierte Stürmer Oliver Franz (29) stellte seinen jungen Kollegen Felix Thieme diesmal ein wenig in den Schatten und führte seinen Heidenauer SV zu einem nie gefährdeten Heimsieg. An vier Toren beteiligte er sich maßgeblich. In seinem 13. Punktspiel schraubte er sein Trefferkonto auf beachtliche neun. Die Partie gegen Possendorf entschieden die Heidenauer praktisch in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte mit dem zweiten Erfolgserlebnis. Die Gäste brachten keine einzige echte Torchance aufs Papier. Vor allem im Angriff traten sie harmlos wie ein Absteiger auf.

Erst 23 geschossene Saisontore legten den Finger auf die Wunde. Die umsichtige Heidenauer Abwehrarbeit zog ihnen zusätzlich den Zahn.

Den ersten gefährlichen Torschuss sendete F. Thieme ab, Torhüter Johann Tippenhauer lenkte die Kugel gedankenschnell zur Ecke. Als Franz einen Rückpass erlaufen hatte, war der Bann gebrochen.

Er setzte sich im Zweikampf durch und schob flach ein – 1:0 (25.). Bei einem Foul an Alexander Kavgic verletzte sich Valentin Zimmer ziemlich heftig (Gute Besserung!), so dass eine üppige Nachspielzeit gerechtfertigt war. Franz tauchte wieder allein vorm Keeper auf, legte diesmal

uneigennützig zum noch besser postierten Kavgic ab – 2:0 (45+3). Nach einer reichlichen Stunde legte F. Thieme von der Grundlinie für seinen Sturmpartner auf, Franz netzte abermals flach – 3:0 (66.). Der Ball lief gnadenlos durchs Mittelfeld und es folgte die schönste Vorbereitung des Spieles. Ole Dittloff steckte den Ball diagonal in die Gasse. Der eingewechselte Patrick Langhans lief von außen ein und versenkte das Leder im langen Eck – 4:0 (70.). Er hielt sich allerdings nicht lange mit dem Jubeln auf. Seine nächste Flanke köpfte Franz platziert ins Dreieck – 5:0 (72.). In dieser Phase durften die mitgereisten Possendorfer Zuschauer durchaus um ihre Mannschaft fürchten. Aber ein weiteres Gegentor mussten sie nun nicht mehr schlucken, auch wenn der HSV auch dazu noch Möglichkeiten besaß. Eine einzige brenzlige Situation vorm Heidenauer Gehäuse bereinigte der herauslaufende Torhüter Marcel Zönnchen vor seinem Strafraum mit dem Kopf, das geschah noch

tief in der ersten Halbzeit.

Am Samstag wartet das Viertelfinale im Kreispokal auf den HSV. Das Los bescherte den Elbestädtern ein Kreisoberliga – Duell bei der SG Wurgwitz. Vor dieser Serie gab es keine Pflichtspiel – Auseinandersetzungen mit dem Freitaler Verein. Zur Saisoneröffnung rupften die Gastgeber die Wurgwitzer nach allen Regeln der Kunst und siegten mit 11:1. Im Rückspiel zog Wurgwitz die

Lehren daraus und machte es dem HSV sehr schwer. Heidenau siegte hauchzart mit 1:0. Zwei Punktspielsiege und ein Remis ließen sie folgen, doch am letzten Wochenende setzte es eine deftige 0:5 – Klatsche in Sebnitz. Das Pokalspiel steht unter der Leitung von Johann David (VfL Pirna- Copitz). Simon Schnause (Hartmannsdorfer SV Empor) und Eddie Möller (TSV Seifersdorf) stehen als Assistenten an den Linien. Der Anpfiff ertönt um 15:00 Uhr.


HSV mit:

Zönnchen, Pechtl, O. Werner, E. Thieme, Schilf, Dittloff, P. Werner (81. Turtenwald), O. Franz (81. Blumhagen), Kavgic (60. Langhans), F. Thieme, Matschke


Bernd N e u m a n n