HEIDENAU FÄHRT DIE ERSTEN PUNKTE EIN

LANDESPOKAL: HEIDENAUER SV - SV CHEMIE DOHNA 2 : 1 (0:0)


Das erste Derby zwischen dem VfL Pirna-Copitz und dem Heidenauer SV nach einigen Jahren kam nach dem Abstieg der Copitzer aus der Landesliga und dem gleichzeitigen Wiederaufstieg des HSV zustande. Beide lieferten sich ein packendes Match! Die Gäste erwischten einen Toppstart, wie es das beste Drehbuch kaum hergeben würde - Doppelführung. Erst allmählich fanden die Hausherren ins Spiel und schafften vor dem Pausenpfiff wenigstens noch den Anschlusstreffer. Im zweiten Abschnitt erhöhten sie den Druck, glichen aus und waren dem Siegtreffer mehrfach nahe. Aber in der Nachspielzeit nahm das Szenario nochmals Fahrt auf. Die Heidenauer zogen in der vierten von fünf

angezeigten Minuten der Overtime in Front. Doch das Dresdner Schiedsrichtergespann fand wohl jetzt erst recht Gefallen am munteren auf und ab und ließ in der achten Minute der Nachspielzeit noch einen Elfmeter zum alles in allem gerechten Ausgleich zu.

Der Sekundenzeiger hatte gerade eine Umrundung geschafft, als Maximilian Paul den ersten Angriff über Ole Dittloff per Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 0:1 (2.) abschloss. Schon in den folgenden Minuten musste Schlussmann Marcel Zönnchen auf der Hut sein und Gefahr bereinigen.

Als Felix Thieme zwischen zwei Copitzer Verteidigern zu Fall gekommen war, schnappte er sich das Leder selbst und erhöhte vom ominösen Punkt sicher zum 0:2 (20.). Der Druck der Gastgeber nahm stetig zu und Zönnchen musste zweimal sein ganzes Können aufbieten, um Gegentreffer zu verhindern. Lukas Hanisch überwand ihn und traf ins lange Eck – 1:2 (44.). Die Führung stand zur Pause aber auf wackligen Füßen. Einige Ballverluste fabrizierten die Heidenauer im Mittelfeld und halfen dem VfL bei ihren Bemühungen ungemein. Jakob David machte sich so eine Situation zunutze und glich hochverdient aus – 2:2 (52.). Aber die Heidenauer stemmten sich mit tollem Einsatz gegen die jetzt drohende Niederlage. Der eingewechselte Mousa Malin verschluderte einige Situationen, wobei auch Zönnchen Einiges bravourös wegnahm. Dass die Hausherren wegen des überharten Einsteigen Erik Wenzels über zwanzig Minuten in Überzahl agierten, spielte ihnen in die Karten. „Wenn er ihn getroffen hätte, wäre wohl eine schlimme Verletzung eingetreten“, meinte ein Spieler der Copitzer Bank. „Ohne den Kontakt finde ich den Platzverweis dennoch hart“, führte dieser weiter aus. Der HSV besaß im Konter noch zwei Chancen durch Dittloff, ehe Nick Füssel eine seiner Eckbälle schulbuchmäßig einköpfte – 2:3 (90.+4). Jetzt warf der Landesliga Absteiger alles nach vorn und erarbeitete sich den unstrittigen Elfmeter. Jakob David setzte das Leder unhaltbar in die Maschen – 3:3 (90.+8).

Am Samstag gibt die SG Dresden Striesen ihre Visitenkarte im Sportforum ab. Während der HSV als Wiederaufsteiger mit der Ausbeute der Auftaktspiele durchaus zufrieden sein darf, warten die Ostdresdner noch auf ihren ersten Punkt. Mit dem Radebeuler BC und Wacker Leuben trafen sie aber auch auf starke Gegner. Die Bilanz liest sich mit jeweils zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen ausgeglichen. Die beiden Pleiten stammen aus der Abstiegssaison 24/25 mit 1:2 (heim) und 3:6 (auswärts). Schiedsrichter Tobias Weickelt (VfB Zittau) gibt die Partie um 15:00 Uh r frei. Seine Assistenten heißen Dr. Mario Thieme (Budissa Bautzen) und Alexander Gliesing (FSV Kemnitz).


HSV mit:

Zönnchen, Wenzel (71. Rot), Pokrovskij (51. Vieweg), Schilf, Vogt, Dittloff, Langhans, Kavgic, E. Thieme, Paul (75. Hohl), F. Thieme (63. Füssel)


Bernd N e u m a n n