HALBFINALE AUF DES MESSERS SCHNEIDE

KREISPOKAL: VFL PIRNA – COPITZ 2. - HEIDENAUER SV 3 : 4 n.V. (0:1/2:2)


Im Halbfinale des Kreispokals standen sich die Spitzenreiter der Kreisliga A und der Kreisoberliga gegenüber. Während der favorisierte Heidenauer SV noch um den Aufstieg kämpfen muss, steht die Copitzer Landesliga – Reserve bereits als Aufsteiger zur Kreisoberliga fest. Beide einte das Ziel Pokalfinale und das unterklassige VfL-Team sollte ordentlich Paroli bieten. Bis wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit sah der HSV ergebnismäßig wie der Sieger mit Minimalergebnis aus. Doch späte Tore bewirkten ein Wechselbad der Gefühle, ehe sich die kampfstarken Gäste verdientermaßen in den Armen lagen. Ein Freistoß von Maximilian Schilf eröffnete die von beiden Seiten offensivstark geführte Partie. Das Leder zischte knapp am Pfosten vorbei, Patrick Langhans Abschluss brachte nur das Außennetz

zum Wackeln. Felix Thiemes Eingabe beförderte Ole Dittloff an den Pfosten. Der 18-jährige Thieme, der sich über die gesamte Spielzeit einer Doppelbewachung „erfreute“, beteiligte sich an allen nennenswerten Angriffsaktionen der Gäste. Überhaupt wurde es das Duell der jungen Angreifer. Auf Copitzer Seite stach der Somalier Moussa Malin (20) heraus. In 12 Landesligaspielen sprang nur ein Tor heraus und auch diesmal hätte er mindestens fünf Treffer alleine machen müssen. In der Anfangsphase nahm ihm HSV-Routinier Marcel Zönnchen (39) den Ball vom Fuß, dann scheiterte er weitere zweimal am Keeper, ebenso wie A-Junior Ben Eisoldt. Als später Schilf eine Flanke per Kopf verlängerte, köpfte Thieme, der Torjäger der anderen Seite zum – 0:1 (30.) ein. Malin seinerseits traf nur das Außennetz und ein Kopfball von Moritz Schubert verfehlte sein Ziel.

Der Auftakt zum zweiten Abschnitt gehörte wieder den Hausherren, vornehmlich ihrem Angriffsführer Malin. Aber mit dem Ausgleich klappte es wieder nicht. Entweder war er allein auf weiter Flur oder er fand in Zönnchen seinen Meister. Thieme schaffte es dagegen, sich immer wieder von der Umklammerung zu lösen. Er setzte den starken Patrick Langhans in Szene, dessen Schuss aus zehn Metern klatschte vom Innenpfosten ins Feld zurück. Dittloff versiebte den nächsten Riesen. Der HSV war jetzt deutlich am Drücker. Unübersehbar jedoch die Lücken und Löcher im Defensivbereich. Malin entwischte den Gästen ein ums andere Mal. Marcus Pechtl bekam den Wirbelwind nur durch eine Festhalte zu stoppen und sah dafür „Rot“. Dann Wirrwarr im Strafraum und schließlich glich Malin ruhig aus – 1:1 (84.). Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit nahm Malin einen weiten Ball seines Torwarts Robin Marquardt auf und markierte den vermeintlichen Siegtreffer.

Mit unbändiger Moral rappelte sich der HSV nochmal auf. Zunächst traf Dittloff abermals das Außennetz. In letzter Sekunde glich Thieme per Kopf aus – 2:2 (90.+4). Der frühere Heidenauer Daniel Rösner avancierte zum tragischen Helden. Kurz nach der Führung eingewechselt, nickte er wenige Minuten später einen Eckball von Boris Kwuepo in die Maschen – 3:2 (92.). Im zweiten Teil der Verlängerung provozierte der nicht zu haltende Langhans die Ampelkarte Rösners (112.). Zuvor hatte Langhans die Vorarbeit von Thieme und Matschke zum vehementen Einschlag genutzt – 3:3 (99.). Mit seinem dritten Kopfballtor sicherte Thieme die Finalteilnahme und bedankte sich für Dittloffs Flanke eben auf seine Weise – 3:4 (116.)…

Am Samstag, den 06.06. spielt der HSV auf dem Weg zum Ziel Kreismeistertitel auf dem Sonnenstein gegen den 1. FC Pirna. Der Tabellendritte kann nur mit einem vollen Erfolg noch ins Aufstiegsrennen eingreifen. Entsprechend motiviert wird der FC auftrumpfen. Der HSV wird sich für

die 1:3-Heimpleite revanchieren wollen. Der Anstoß erfolgt 15:00 Uhr


HSV mit:

Zönnchen, Vogt (96. Vieweg), O. Werner (54. E. Thieme), Pechtl (77. Gelb / Rot), Dittloff, P. Werner, Matschke, Paul, Schilf, Langhans, F. Thieme (120. Knoebel)


Bernd N e u m a n n