HSV BALLERT SICH ZUM DOUBLE
KREISPOKAL FINALE: HEIDENAUER SV - SSV NEUSTADT 6 : 2 (5:1)
Mit einem in dieser Höhe nie und nimmer erwarteten 6:2 – Sieg sicherte sich der Heidenauer SV zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte einen Pokalsieg. Viermal standen sie im Finale des Bezirkspokals (2003/2004/2007/2010), zogen damals gegen Bischofswerda, Sebnitz, Weixorf und See jeweils den Kürzeren. Obwohl nur auf Kreisebene, stand der Cup dieses Jahr ganz hoch auf der Agenda. Dementsprechend gingen die Schützlinge des scheidenden Trainer Uwe Kuhl an die Sache heran. Der Meisterschaftsdritte SSV Neustadt hatte vornehmlich im ersten Abschnitt nicht viel zu bestellen. Nach der schnellen 3:0 – Führung versetzten die Neustädter dem HSV einen Dämpfer. Aber zwei dusselige, individuelle Fehler verhalfen dem Favoriten zur Vorentscheidung. Die zweite Halbzeit zogen die Neustädter zumindest optisch auf ihre Seite. Ihr zweiter Treffer verlieh ihnen neue Kraft, auch wenn der Weg zurück in die Partie schier unendlich anmutete. Als der kurz nach seiner Einwechslung, eigentlich verletzte Kapitän Oliver Werner das halbe Dutzend vollmachte, verstummte auch der letzte Zweifler auf Seiten des riesigen Tross, der aus der Elbestadt mit ins Erzgebirge gereist war. Über 150 aus der Elbestadt Mitgereiste, Familien mit Kind und Kegel feierten das Double überschwänglich!
Felix Thieme eröffnete den Torreigen mit einem Solo – 0:1 (2.), köpfte wenig später in Folge eines Abschlages seines Torhüters Marcel Zönnchen über den herauslaufenden Marvin Nitschke hinweg in die Maschen. Startete er aus Abseitsposition? Sei´s drum. Eine Eingabe des dribbelstarken Patrick Langhans verpasste Thieme knapp. Gegen den Schuss von Maximilian Schilf ins lange Eck war kein Kraut gewachsen – 0:2 (12.). Mit dem Selbstvertrauen der Vorwoche ballerte Tobias Matschke eine Ablage Oliver Franz´ unters Gebälk – 0:3 (21.). Auch der geschmeidige Ole Dittloff probierte sich mit einem Gewaltschuss, Keeper Nitschke lenkte das Leder mit einer Hand drüber. Und die überfordert
wirkenden Neustädter? Drei Eckbälle von rechts segelten eher harmlos umher, Torjäger Justin Pötschke verfehlte mit einem Lupfer aus größerer Entfernung das Heidenauer Tor relativ knapp.
Florian Müller prüfte Zönnchen da schon eher. Florian Willner setzte einen Freistoß ins lange Eck. Da dieser von der Mauer leicht abgefälscht wurde, konnte Zönnchen nichts ausrichten – 3:1 (42.). In der Nachspielzeit profitierten Tobias Matschke und Patrick Langhans von kapitalen Böcken des SSV – 1:4 / 1:5 (45.+2 / 45.+4).
In der zweiten Halbzeit waren die Neustädter deutlich am Drücker. Benjamin Michel belohnte das Team für die nie endenden Bemühungen mit Schuss ins lange Eck – 5:2 (64.). Vielleicht wäre das Match nochmal spannend geworden, hätte Sekunden darauf nicht den Pfosten sondern möglicherweise ins Netz getroffen. So verteidigte der HSV den komfortablen Vorsprung eher mühelos. Sechs Minuten vor dem Ende brachte Kuhl seinen Kapitän O. Werner, der sich dafür auf seine Weise bedankte. Eine Eingabe von rechts schoss er aus der Drehung ins Glück – 6:2 (90.). Fast zwei Stunden dauerten die Feierlichkeiten, in dessen Rahmen F. Thieme auch die Torjägerkanone der Kreisoberliga (45 Treffer)
erhielt. Für seine zehn Tore im Pokalwettbewerb (Bestwert) bekam er allerdings keine Erwähnung. In der kommenden Saison finden diese Wettbewerbe für den HSV wieder im Landesmaßstab statt…!
HSV mit:
Zönnchen, E. Thieme, Schilf, Matschke (77. Vieweg), Wenzel (45. Blumhagen), Dittloff, P. Werner (84. O. Werner), Paul, O. Franz, Langhans (90.+3 Kahlig), F. Thieme (90.+1 Knöbel)
Bernd N e u m a n n







