NIEDERLAGE KURZ VOR ULTIMO

LANDESKLASSE: SG WEIXDORF - HEIDENAUER SV 1 : 0 (0:0)



Der als Aufsteiger toll in die Saison gestartete Heidenauer SV (acht Punkte aus vier Spielen) ging zum zweiten Mal in Folge als Verlierer vom Platz. Und wieder zählt die Niederlage in die Kategorie unnötig. In ihrer stärkeren ersten Spielhälfte versäumten sie es, aus guten Gelegenheiten ein oder zwei Tore zu machen. Nach dem Wechsel konnten sie nicht mehr an die Vorpausenleistung anknüpfen. Die

Norddresdner dominierten. Als sich Viele bereits mit dem Gedanken an ein torloses Remis angefreundet hatten, nutzte Weixdorf einen schmeichelhaften Freistoß von ganz außen zum „goldenen Tor.

Der HSV startete selbstbewusst und schwungvoll ins Match. Die ersten beiden Chancen mit Topniveau ließen sie verstreichen. Patrick Langhans tauchte halbrechts vor Torhüter Maximilian Stein auf, der Keeper kaufte ihm den Schneid ab. Erst nach einer halben Stunde galt die Aufmerksamkeit der knapp 200 Zuschauer der Heimmannschaft. Und diese bediente sich eines Abwehrschnitzers des HSV. Der erfahrene Angreifer Tommy Gommlich scheiterte zunächst an Heidenaus Torhüterikone Marcel Zönnchen, im Nachsetzen an der Latte. Für Post Dresden, den FV Laubegast und den BSC Freiberg schoss der jetzt 36 - jährige einst in 84 Landesligapartien 21 Tore. Eine Eingabe von Alexander Kavgic verfehlte „Freund und Feind“. So brachte die SG die magere Halbzeit unbeschadet zu Ende. Doch ganz anders eingestellt, kehrten sie aus der Kabine zurück. Mit viel Druck schnürten sie die Heidenauer förmlich ein. Einen Kopfball entschärfte Ole Dittloff auf der Torlinie. Bis weit in

diese Hälfte hinein, sah man von den Gästen nicht viel Offensives. Aber dann spielte Dittloff steil in die Spitze. Felix Thieme tauchte allein vor Stein auf. Der Torwart blieb abermals Sieger. „Voriges Jahr hat er die auch schon mal genutzt“, tönte es aus dem Heidenauer Block. Dann völliges Durcheinander im und am anderen Torraum, aber auch die Weixdorfer brachten das Leder nicht im Tor unter. Das entsprechende torlose Endergebnis kam nicht zustande. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze nahe der Grundlinie drückte der heranbrausende Dennis Richter mit der Pieke über die Linie – 1:0 (85.). Einfach genial eingelaufen, kein Vorwurf an die Mauer, den Keeper oder die Verteidiger, welche im 16-er das zu verhindern versuchten.

Am Samstag nach der Pokalpause treffen die Heidenauer im Kreisderby auf den SV Wesenitztal. Mit 11:6 Siegen bei zwei Unentschieden haben die Hausherren in der Bilanz die Nase vorn. Auch das letzte Heimspiel gestaltete der HSV vor zwei Jahren siegreich (4:0), allerdings unterlag man im Rückspiel mit 0:2. Beide Teams verloren jeweils ihre letzten beiden Partien und wollen natürlich mit einem vollen Erfolg ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte behaupten. Das Schiedsrichterteam steht unter der Leitung von Ludwig Diener (FV Gröditz), der jedoch aus seinem Wohnort Radebeul anreisen wird. Seine Assistenten wurden noch nicht benannt.


HSV mit:

Zönnchen, Vogt, O. Werner, Wenzel (90. Füssel), Matschke, Dittloff, Langhans, Kavgic, E. Thieme (83. Hohl), Paul (77. Blumhagen), F. Thieme


Bernd N e u m a n n