HEIDENAU VERLIERT SPITZENSPIEL
KREISOBERLIGA: HARTMANNSDORFER SV EMPOR - HEIDENAUER SV 2 : 1 (2:1)
Als Spitzenreiter reiste der Heidenauer SV zum HSV-Derby ins Erzgebirge und wollte dort die erst in der Vorwoche zurückeroberte Tabellenführung verteidigen. Wie schon im Vorjahr wichen die Hartmannsdorfer auf den Kunstrasen ins benachbarte Pretzschendorf aus und boten somit beste Bedingungen für ein Spitzenspiel bei bestem Fußballwetter. Dass es für die Elbestädter wie in der Vorsaison nicht für Punkte reichte, lag vornehmlich an ihnen selbst. Empor riß nun wirklich keine Bäume aus und durfte sich glücklich schätzen, dass die Heidenauer mit ihren vielen tollen Chancen schluderten und hinten sich einige fatale Schnitzer erlaubten. „Beide Gegentore schossen wir praktisch selbst“, resümierte der erfahrene Tscheche Vit Turtenwald. „Und vorm gegnerischen Tor verwerteten wir selbst große Chancen nicht“, so der Prager sichtlich enttäuscht.
Heidenau spielte von Beginn an hochüberlegen und war sofort mit guten Gelegenheiten ausgestattet. Aber bereits der erste Empor-Angriff führte zum Rückstand. Dabei fiel der Strafraumbesuch nicht einmal in die Kategorie Chance. Zwei Heidenauer säbelten über den Ball und der nachsetzende Dominik Hennig wusste gar nicht richtig, wie ihm geschah – 1:0 (3.). Angriff auf Angriff rollte nun aufs Gehäuse der „Gastgeber“. Die beste Chance besaß Felix Thieme, der in zentraler Position allein auf Torwart Paul Kühnel zulief und das Leder nicht an ihm vorbeibrachte. Auch weitere Abschlüsse von ihm führten nicht zum Ziel. Der 18-jährige räumte mangelnde Konzentration ein, sprach allerdings auch das fehlende Spielglück mit an. Seine Kollegen machten es nicht besser, so scheiterte Turtenwald am Querbalken und hob bei einem weiteren Versuch das Leder über den selbigen. Die spielerisch beste Kombination leitete den Ausgleich ein. Auf der linken Seite konnten sie Maximilian
Schilf freispielen. Dessen Flanke drückte am langen Pfosten Tobias Matschke per Fuß über die Linie- 1:1 (35.). Die Freude über das längst überfällige Tor währte jedoch nicht lange. Einer der vielen Missverständnisse brachte Janne Zimmermann in Position. Den Schuss aufs kurze Eck sah Keeper Marcel Zönnchen zu spät, da ihm die Sicht versperrt war – 2:1 (38.).
Der zweite Abschnitt lieferte lange Zeit ein ähnliches Bild. Nur die herausgespielten Chancen hatten nicht mehr diese Qualität der ersten Hälfte. Mit zunehmender Spielzeit erwachte beim neuen Spitzenreiter der Mut und die Angriffslust. Vor allen Dingen der eingewechselte Gustav Preißler vergab mehrfach im Konter die Entscheidung. Die Gäste müssen sich die Kritik gefallen lassen, im Erzgebirge fahrlässig die Punkte liegen gelassen zu haben.
Am Samstag streben die Heidenauer ganz sicher nach Wiedergutmachung! Der zuletzt arg gebeutelte TSV Kreischa (1:6 zu Hause gegen den Vorletzten aus Possendorf) gibt erstmals in einem Pflichtspiel seine Visitenkarte im Sportforum ab. Das Hinspiel gewannen die Heidenauer knapp mit 5:4. Das erste Heimspiel des Jahres steht unter der Leitung von Andre Strelow (Sokol Ralbitz-Horka).
Seine Assistenten Mario Gierth und Luis Beck kommen ebenfalls aus der Westlausitz. Ihr Anpfiff ertönt um 15:00 Uhr.
HSV mit:
Zönnchen, Vogt (75. Paul), O. Werner, Wenzel, Schilf (90. P. Werner), Blumhagen, Turtenwald, Langhans, Dittloff, F. Thieme, Matschke
Bernd N e u m a n n







