HSV ZIEHT INS HALBFINALE EIN

KREISPOKAL VIERTELFINALE: SG WURGWITZ - HEIDENAUER SV 2 : 3 (2:2)


Der Heidenauer SV, der noch nie ein Pokalendspiel der Männer gewann, machte einen weiteren Schritt, diesen weißen Fleck in der Vita auszuradieren. Minuten des vergeblichen Anrennens der Gäste verstrichen, ohne große Höhepunkte zu generieren. Dafür schlich sich immer wieder der Fehlerteufel ein. Wurgwitz zog Mitte der ersten Hälfte binnen weniger Minuten recht komfortabel mit zwei Toren in Front. Doch wie schnell der Vorsprung auch wuchs, so schnell zerrann er auch wieder.

Im zweiten Abschnitt drehte Heidenau das Spiel dann endgültig, besaß noch Gelegenheiten für weitere Tore. Doch auch die SG musste noch einer dicken, vergebenen Chance nachtrauern.

Mit offensiven Aktionen begannen die Gäste die Partie. An ein Torfestival wie im ersten Aufeinandertreffen im Sommer (11:1) dachte natürlich niemand. Zu sehr haftete noch der Eindruck des knappen Rückspieles (1:0) in den Köpfen. Dennoch gehörte die erste Topchance den Elbestädtern. Oliver Franz spielte Felix Thieme frei. Torhüter Steffen Bode kaufte dem 18-jährigen den Schneid ab. Sekunden nach einem eigenen Freistoß zappelte das Leder im Heidenauer Netz. Einer der sich häufenden Fehlabspiele lancierte Elias Naumann in die Aktion. Er gewann den Zweikampf im Strafraum und schoss unhaltbar unter die Latte – 0:1 (25.). Die Heidenauer hatten den Schock wohl noch in den Gliedern, da schlug Wurgwitz abermals zu. Ein langer Ball hinter die diffuse Abwehrkette erreichte Niklas Bürger. Dessen Ball parierte Keeper Marcel Zönnchen bravourös. Gegen den zweiten Ball des ebenso freistehenden Toni Feichtinger, der vor Monaten von den A-Junioren des SC Freital kam, war er allerdings machtlos – 2:0 (30.). Selbst ein 3:0 lag durchaus im Bereich des Möglichen. Maxim Soltau (19) zerrte unermüdlich an den Ketten, hatte schließlich die Vorentscheidung auf dem Fuß. Sein Vater Mirko kickte zwischen 2011 und 2015 über 70 Mal für den HSV in der Landes- beziehungsweise Oberliga. Aber so fanden die Gäste binnen kurzer Zeit in die Partie zurück. F. Thiemes Kopfball nach Maximilian Schilfs Flanke musste Bode prallen lassen. Franz war zur Stelle – 2:1 (44.). Heidenau nutzte den Schwung und glich noch vor der Pause aus. Schilf schnappte sich das Leder, nachdem Ole Dittloff gefoult wurde. Er nutzte den Vorteil und kickte die Kugel unvermittelt

mit der Pike in die Maschen – 2:2 (45.+2).

Franz stand im zweiten Durchgang gleich mehrfach im Brennpunkt. Der eingewechselte Vit Turtenwald leitete per Kopf die klarste Chance ein. Erik Wenzels Flanke bugsierte der lange Angreifer per Hacke an den langen Pfosten, aus Nahdistanz visierte Thieme aus spitzem Winkel

gleich nochmal denselben Pfosten an. Nun wieder Soltau. Nach einem Schwenk nach innen verzog er um Haaresbreite. Die nächste Aktion münzte der HSV zum Siegtreffer um. Marcus Pechtls Eckball köpfte F. Thieme am langen Eck zum 2:3 (80.) ein. Heidenau steht mit einem blauen Auge im Halbfinale!

Am Samstag nach Ostern reist der HSV zum Spitzenspiel nach Neustadt und muss punkten, um die Spitzenposition zu verteidigen. Der SSV warf zuletzt den Finalgastgeber und Tabellendritten Hartmannsdorf mit 4:2 aus dem Pokal. Alle fünf Duelle der letzten zwanzig Jahre gingen teils deutlich an den HSV (21:2 Tore), doch ausgerechnet im Hinspiel setzte es nach zwei ganz frühen Toren eine 1:2 – Pleite. Der Anpfiff im Volksbankstadion erfolgt um 15:00 Uhr.


HSV mit:

Zönnchen, Pechtl, O. Werner, E. Thieme, Schilf, Wenzel, Dittloff (75. Turtenwald), O. Franz, Blumhagen, Langhans, F. Thieme


Bernd N e u m a n n