HSV WENDETE DAS BLATT

LANDESKLASSE: HEIDENAUER SV - SG DRESDEN STRIESEN 5 : 2 (0:1)


Im zweiten Heimspiel der Saison wartete auf den neuen Coach des Heidenauer SV, Vit Turtenwald eine richtige Herausforderung. Nicht unbedingt nur der Gegner, der nach drei Pflichtspielpleiten in Folge, ein anderes Gesicht zeigen wollte, sondern vor allen Dingen die Tatsache, fünf Abwehrspieler des eh schon schmalen Kaders ersetzen zu müssen. Wenigstens meldete sich Kapitän Oliver Werner wieder einsatzfähig. Hinzu kam noch die überraschende Pausenführung der Dresdner, welche diese Sekunden nach dem Wechsel noch zu veredeln wussten. Aber an Aufstecken dachte unter den Hausherren wohl keiner! Angriff um Angriff inszenierten sie, vergaben eine Reihe Hochkaräter. Aber

sie trafen auch fünfmal ins Schwarze. Am Ende des Tages verließen sie das Spielfeld erhobenen Hauptes und zeigten sich voller Vorfreude auf das Pokalmatch mit dem FSV Zwickau.

Die erste Hälfte begann mit einer Reihe Standards, von Ole Dittloff in unterschiedlicher Qualität ausgeführt. Einen Freistoß köpfte Felix Thieme auf die Kiste und zwang Torhüter Luca Sacht zur Parade. Der 18-jährige stand weiterhin mehr im Brennpunkt, als er unbedingt gebraucht hätte. Doch die Gefahr hielt sich bei den vielen Eckbällen in Grenzen. Patrick Langhans wirbelte über die linke Seite, F. Thieme schoss mit links übers Gebälk. Wie zuletzt häufig führte ein Ballverlust im Mittelfeld zum Gegentor. An der Seitenlinie brachen die Striesener zur Grundlinie durch. Die Eingabe drückte Yannek Wolf aus wenigen Zentimetern mühelos über die Linie - 0:1 (18.). Levin Alexander Thäsler verfehlte das Ziel und verpasste somit die Chance zu erhöhen. Aber mehr war da auch nicht. Antreiber Maximilian Schilf schickte F. Thieme steil, Dittloffs Abschluss zischte daneben. Der in der Abwehr aufgebotene, dort jedoch kaum gebundene Alexander Kavgic setzte sich prima durch, im Torraum

fehlte F. Thieme dann genau dieses Durchsetzungsvermögen. Sein Bruder Erik schaltete sich oft in die Kombinationen ein. Mehrfach tauchte Nick Füssel kreuzgefährlich im Sechzehner auf, doch fehlte ihm jeweils der Überblick.

Der längst überfällige Ausgleich rückte in weite Ferne, als Striesen die schläfrig aus den Katakomben zurückkehrenden Gastgeber mit dem 0:2 – Überfall übertölpelten (46.). Nach Schilfs Vorarbeit schaffte Füssel den Anschluss - 1:2 (56.). F. Thieme prüfte Keeper Sacht, den zweiten Ball

flankte er zu Maximilian Paul, dessen Kopfball schlug zum 2:2 (61.) ein. Den langen Abschlag von Marcel Zönnchen erlief F. Thieme. Der vorjährige Torschützenkönig Thieme ließ Sacht einfach stehen und schob das Leder ins leere Tor – 3:2 (75.). Ein deutliches Foul vom Torwart an Thieme winkte der Zittauer Referee Tobias Weickelt durch. Dafür nickte der Angreifer eine Flanke Füssels ins Dreiangel und schraubte sein Trefferkonto schon wieder auf drei. Damit konnte er allerdings Schilf die Show nicht stehlen. Aus rund sechzig Metern haute dieser die Kugel über den weit vor seinem Tor postierten Torhüter und bestrafte dessen Fehlpass - 5:2 (86.).

Durch den erfolgreichen Auftritt beim sorbischen Kreispokalsieger Sokol Ralbitz Horka (2:1) in der Ausscheidungsrunde des Sachsenpokals verdiente sich der Heidenauer SV das Duell mit dem Regionalligisten FSV Zwickau. Die Zwickauer rangieren derzeit auf dem fünfte,Tabellenplatz. Am Sonntag steigt das Pokalmatch im Sportforum. Der Anpfiff von NOFV - Schiedsrichter Oliver Seib (Holtendorf) erfolgt um 14:00 Uhr. An den Linien assistieren Paul Jursch (TSV Herwigsdorf) und Philipp Altmann (Schwarzenberg). Das einzig bisher ausgetragene Duell stammt aus dem Jahr 2022.

Mit einem 5:1 – Sieg löste der damalige Drittligist das Ticket für das Viertelfinale. Den Ehrentreffer markierte der jetzige Trainer Vit Turtenwald vom ominösen Punkt.


HSV mit:

Zönnchen, Schilf, Dittloff, Langhans, O. Werner, Kavgic, Füssel (86. Knöbel), E. Thieme, Paul, Vieweg (56. Hohl), F. Thieme (88. Kahlig)


Bernd N e u m a n n