FSV ZWICKAU EINE NUMMER ZU GROSS

LANDESPOKAL: HEIDENAUER SV - FSV ZWICKAU 1 : 9 (0:2)


Nicht ganz unerwartet musste der Heidenauer SV in der zweiten Runde des diesjährigen Landespokal – Wettbewerbes die Segel streichen. Immerhin gab der Sechste der Regionalliga seine Visitenkarte ab. Lange Zeit hielten die Schützlinge von Trainer Vit Turtenwald ordentlich mit.

„Weiterkommen“, so lautete Minuten vor dem Anstoß seine ausgegebene Zielstellung. Wenige Minuten nach dem Anpfiff sowie um den Seitenwechsel brachten sich die Favoriten in Vorhand. Der eigene Treffer nach einer Stunde machte wirklich nochmal Mut. Binnen vier Minuten machte der FSV dann alles klar. Weitere vier Minuten benötigten die Gäste in der Schlussphase, um den Endstand beinahe ausufern zu lassen. Dass es am Ende ein, zwei Gegentreffer zu viel waren, ist auch der Tatsache geschuldet, dass fünf sonstige Stammspieler im Laufe der zweiten Hälfte eingewechselt wurden und bei den Amateuren sichtlich die Kräfte schwanden.

Die schnelle Führung nach der ersten Zwickauer Ecke (die allererste trat Ole Dittloff) und einer gekonnten Kopfball-Doublette markierte Tim Hannemann per Volley – 0:1 (10.). Der HSV mühte sich permanent um Entlastung mit dem Ergebnis, den anfangs enormen Druck des Pokalmitfavoriten etwas zu mindern. Patrick Langhans scheiterte bei seinem Solo mit dem Versuch den letzten Gegenspieler zu tunneln. Maximilian Schilf probierte es wie schon vor einer Woche aus der eigenen Hälfte mit einem Flugball. Felix Thieme hatte zunächst den Ausgleich auf dem Fuß. Nach dem trockenen Schuss von Theo Martens zum 0:2 (37.) nahm Thieme die zweite Dittloff - Ecke per Kopf ab. Ein Verteidiger köpfte das Leder in höchster Not von der Linie. Im direkten Konter versiebte Martens seine Topchance zum Doppelpack fahrlässig.

Dafür schrieb sich Martens zu Beginn des zweiten Abschnitts einen Assistpunkt gut. Seine Flanke köpfte Edgar Kaizer (22) bei seinem Startelfdebut in die Maschen. Der ehemalige Junioren – Nationalspieler (3xU18) überzeugte seine Trainer. Eine Kombination mit Maximilian Paul schloss Patrick Langhans mit überlegtem Flachschuss zum umjubelten 1:3 (63.) ab und weckte neue Hoffnungen. Kurz davor fand Thieme in Torhüter Clemens Boldt seinen Meister, Dittloff hatte in die Gasse gespielt. Aber die Zwickauer trumpften in der Schlussphase überzeugend auf. Nicht ganz so überzeugend fanden die Hausherren das angebliche Foul am gerade eingewechselten Lucas Albert.

Veron Dobruna verwandelte den Elfmeter sicher – 1:4 (72.). Der jetzt in die Partie gekommene Fynn Seidel benötigte reichlich hundert Sekunden, um auf 1:5 bzw. 1:6 (74./75.) zu stellen, wobei er viel zu viel Platz hatte. Marcel Zönnchen parierte gegen Albert riesig, blieb gegen Randolf Riesen (84.), Albert (85.) und Dobruna (87.) chancenlos. Die zahlreichen Heimfans zeigten sich trotz der neun Gegentreffer mit der Leistung ihres HSV zufrieden.


HSV mit:

Zönnchen, Wenzel (54. Paul), Pokrovskij (78. Vieweg), Schilf, Vogt, O. Werner (75. Hohl), Dittloff, Kavgic, Langhans (66. E. Thieme), Matschke, F. Thieme (60. Füssel)


FSV mit:

Boldt, von Baer (72. Breitenbücher), Dobruna, Martens, Kaizer, Riesen, Fobassam Nawe (46.), Putze, Ziemer (74. Haubner), Harant (59. Albert), Hannemann (72. Seidel)


Am Samstag kehrt der HSV mit dem weiten Auswärtsspiel bei Eintracht Niesky in den Ligaalltag zurück. Die Bilanz ist ausgeglichen. Jeweils zwei Heimsiegen stehen je zwei Auswärtspleiten gegenüber (7:7 Tore). Aktuell steht der HSV ungeschlagen auf Platz vier. Eintracht benötigt einen Sieg mit zwei Toren Differenz, um von Rang vier an den Elbestädtern vorbeizuziehen. Als Schiedsrichter reist der 18-jährige Nils Großmann (Dresdner SC) an. Das junge Schieri – Team wird komplettiert von Nico Ban (20) und Anthony Bias (17).


Bernd N e u m a n n