HEIDENAU MACHT ES ZWEISTELLIG

KREISOBERLIGA:

HEIDENAUER SV – SG WURGWITZ 11:1 (7:1)


„Wir wollen gleich am ersten Spieltag eine Duftmarke setzen!“ Mit diesen energischen Worten stimmte Trainer Uwe Kuhl seine Männer auf das erste Punktspiel gegen die SG Wurgwitz ein. Und mit einer fast durchweg temporeichen Vorstellung beeindruckten die Heidenauer nicht nur die Gäste, sondern auch das einheimische Publikum. Schon nach zehn Minuten gaben sie auch ergebnistechnisch die Marschroute vor. Die Freitaler erspielten sich keine klare Torchance. Einen Lapsus in der Heidenauer Abwehr bestrafte die SG mit dem sehenswerten Ehrentor nach einer halben Stunde. Dies wirkte wie der berühmte Stich ins Wespennest. Die Hausherren antworteten mit flotten Angriffen und überforderten Wurgwitz ein ums andere Mal. „Zwei, drei Leute fehlten bei uns schon noch, aber generell erwischten wir einfach einen gebrauchten Tag“, resümierte ein niedergeschlagener Wurgwitzer Akteur nach dem Spiel. Bereits zur Pause war alles entschieden. Im zweiten Abschnitt drückte der HSV immer weiter, hörte niemals auf und schaffte so das Kreisoberliga – Rekordergebnis! Maximilian Schilf eröffnete den Torreigen auf Vorarbeit von Alexander Kavgic. Er schlenzte den Ball mit der Innenseite in die Maschen – 1:0 (9.). Nur Sekunden darauf flankte der eigentliche Defensivspieler von links und Felix Thieme bedankte sich auf seine Weise – 2:0 (10.). Der 18-jährige

A-Junior durfte vor dem Spiel von Vize-Präsident Ralf Münnich die Torjägerkanone (54 Treffer sind auch bei den Junioren eine Hausnummer) der vergangenen Saison in Empfang nehmen. Auch das 3:0 besorgte der Youngster, die Zuarbeit von Ole Dittloff und Kavgic bedeutete diesmal mehr als die halbe Miete. Es folgte der Querschläger von Kapitän Oliver Werner, dem das Leder versprang. Martin Baumgarth lupfte die Kugel über den weit vor seinem Kasten postierten Keeper Marcel Zönnchen hinweg – 3:1 (31.). Sollte irgendjemand aus dem Aufgebot der SGW jetzt Morgenluft geschnuppert haben, so zerstörte Marcus Pechtl mit seinem Doppelpack die Hoffnung schnell – 4:1 / 5:1 (37. Strafstoß / 39.). Im Zwei-Minuten-Takt stellte Thieme auf 6:1 (41.), ehe Kavgic die Gäste mit dem 7:1 (45.) in die Kabinen schickte. Nach dem Seitentausch dauerte es dann doch ein Weilchen, bevor die Anzeigetafel wieder umgestellt werden musste. Thieme spitzelt aus ganz schier unmöglichem Winkel das Streitobjekt in die Maschen – 8:1 (58.). Dittloff erhöhte per Aufsetzer, Pechtl mit einem Schlenzer fast aus dem Stand (65. / 70.). Darf man sich häufig die Haare raufen, ob vieler liegen gelassener Chancen, so bestachen die Gastgeber durch eine ungeheure Effizienz. „Jedes Spiel ist neu, gegen Hartmannsdorf erwartet uns sicher eine andere Herausforderung“, blickte Kuhl eine Stunde nach Abpfiff bereits wieder nach vorn. Das nächste Heimspiel wartet schon am Samstag auf den ersten Spitzenreiter. Mitabsteiger Hartmannsdorfer SV zeigte sich nicht nur auf heimischen Geläuf stets als unangenehmer Widersacher. Im vergangenen Sommer drehten die Heidenauer die Empor-Führung durch zwei Kopfballtreffer ihres Routiniers Vit Turtenwald. Das Rückspiel verlor man dann auf dem Kunstrasenplatz in Pretzschendorf mit 1:4. Der HSV Empor wird mit seiner im Umbruch stehenden, jungen Mannschaft alles reinhauen, um die 2:3-Heimnierlage zum Auftakt gegen Possendorf vergessen zu machen. Die Partie steht unter der Leitung von Schiedsrichter Mathias Nitzsche aus Dippoldiswalde. Seine Assistenten heißen Tom Hennig und Markus Tietze. Der Anpfiff ertönt um 15:00 Uhr.


HSV mit:

Zönnchen, O. Werner, Vogt, Wenzel (67. Blumhagen), Langhans, E. Thieme (56. Herold), Dittloff, Schilf (62. Paul), Pechtl, F. Thieme, Kavgic


Bernd N e u m a n n